Was sind eigentlich Tapas?

Eine Tapa (spanisch „Deckel“, „Abdeckung“) ist ein kleines Appetithäppchen, das in spanischen Tapas-Bars üblicherweise zu Wein, Bier, Sherry, Vermouth etc.  gereicht wird und auch gerne schnell mal im Stehen verzehrt wird. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Varianten an Tapas - mal kalt oder warm kostenlos als Beilage...

Müssen sie zusätzlich bestellt werden, sind die Übergänge von einer Tapa zu einer Ración (größere Menge) oder zu einem Pincho (baskische Tapavariante mit in der Regel aufwändigerer Zubereitung) fließend.

Der Begriff „Tapa“ hat sich in vielen Sprachen als Fremdwort etabliert. 
In Lateinamerika wird er jedoch fast ausschließlich in seiner Originalbedeutung verwendet und nicht als „Häppchen“ verstanden.

 

Entstehung der Tapas!

Um die Entstehung der Tapas ranken sich einige Legenden. So soll etwa König Alfons X. von Kastilien während einer Krankheit gezwungen gewesen sein, zwischen den Mahlzeiten Wein und kleine Häppchen zu sich zu nehmen; nach der Kurierung soll er veranlasst haben, dass Wein künftig nur noch zusammen mit einer Kleinigkeit zu Essen serviert werden dürfe.

Eine andere Geschichte führt die Entstehung auf den Brauch zurück, alkoholische Getränke mit einem Deckel abzudecken; dieser sei zu Anfang mit Oliven beschwert worden, um nicht fortgeweht zu werden, und mit der Zeit seien die Beschwerungsmethoden immer einfallsreicher und kunstvoller geworden. Alternativ heißt es, dass die Wirte in Spanien früher eine Scheibe Brot (Tapa) auf das Weinglas legten, um das kostbare Getränk vor lästigen Fliegen zu schützen. Dieser „Deckel“ wurde im Laufe der Jahre dann immer weiterentwickelt und entsprechend mit einer Olive oder Sardelle verziert.

Eine weitere Geschichte führt die Tapas auf kleine Imbisse zurück, die Feldarbeiter zwischen den Mahlzeiten zu sich nahmen, um die Zeit zwischen den Hauptmahlzeiten zu überbrücken.